Haushaltsauflösung: Was sie kostet und warum
Es gibt keine amtliche Preisliste. Wir nennen Richtwerte aus öffentlichen Ratgebern, erklären die Preisfaktoren und zeigen, wie Sie Angebote vergleichen.
Richtwerte aus Ratgebern: Wohnungen meist 1.000 bis 3.000 Euro, Einfamilienhäuser etwa 2.000 bis 6.000 Euro. Abweichungen nach oben und unten sind üblich; belastbar ist erst ein Angebot nach Besichtigung.
Richtwerte (ohne Gewähr)
- Wohnung, 1 bis 2 Zimmer: meist ca. 500 bis 1.500 Euro (Pauschale)
- Wohnung, 3 Zimmer und mehr: meist ca. 1.000 bis 3.000 Euro
- Einfamilienhaus, ca. 120 bis 200 m²: meist ca. 2.000 bis 6.000 Euro
- Faustregel: je nach Quelle ca. 15 bis 35 Euro je m² Wohnfläche oder etwa 500 Euro je Zimmer
- Container, 5 m³ (nur Entsorgung): grob 300 bis 600 Euro
Die Werte stammen aus öffentlichen Ratgebern und Anbieterseiten und weichen teils deutlich voneinander ab. Sie sind Orientierung, keine Preisgarantie.
Preisfaktoren
- Umfang und Füllgrad der Räume
- Stockwerke ohne Aufzug, Zufahrt und Parkmöglichkeit
- Menge und Art des Entsorgungsguts, etwa Sondermüll
- Zeitdruck und Region
- Zusatzleistungen wie Endreinigung, Demontage von Einbauten oder Besenreinheit
Wertanrechnung und Kostensenkung
Verwertbare Stücke können den Preis senken, wenn der Betrieb sie anrechnet. Das ist nicht garantiert und sollte schriftlich im Angebot stehen. Ausmisten, Verschenken und Verkaufen durch die Angehörigen vor der Räumung verringert die Menge, die kostenpflichtig entsorgt werden muss.
Typische Kostenfallen
Häufig kommen Posten dazu, die im ersten Angebot fehlten: Anfahrt, Sondermüll, zusätzliche Etagen ohne Aufzug oder eine Endreinigung. Fragen Sie deshalb ausdrücklich nach Entsorgung, Gebühren der Wertstoffhöfe und Nebenkosten und lassen Sie sich bestätigen, dass der genannte Preis alles Besprochene enthält. Zahlen Sie erst nach der Abnahme und gegen Rechnung.
Angebote vergleichbar machen
Bitten Sie alle Betriebe um ein Angebot mit demselben Leistungsumfang. Prüfen Sie, ob Entsorgung, Endreinigung und Anfahrt enthalten sind und ob es sich um einen Festpreis oder einen Kostenvoranschlag handelt. Bei einem Kostenvoranschlag sind Abweichungen möglich. Ein Preis ohne Besichtigung ist ein Warnzeichen.
Häufige Fragen
Ist ein Festpreis besser als ein Kostenvoranschlag?
Ein Festpreis gibt mehr Planungssicherheit. Er sollte nach Besichtigung und mit klar beschriebenem Leistungsumfang schriftlich vereinbart werden. Bei einem Kostenvoranschlag sind Abweichungen möglich.
Warum sind die Angebote so unterschiedlich?
Häufig fehlen Positionen wie Entsorgung, Endreinigung oder Anfahrt, oder der Betrieb unterstellt eine andere Menge. Vergleichbar sind nur Angebote mit gleichem Leistungsumfang.
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